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Benefizkonzert 2008

Am Freitag, 7. November 2008


 

Bericht General-Anzeiger vom 10. November 2008:

Rock-Klassiker mit Bach-Orgel
beim Heimerzheimer Benefiz-Konzert

Coverbands "Remode" und "Demon's Eye"
greifen gekonnt in die Saiten

 

Von Ulrike Strauch

Foto: Wolfgang Henry

 

Swisttal-Heimerzheim. Der Typ mit den langen Haaren und dem roten Stirnband ist zu früh dran. Um kurz nach 20 Uhr, als die Bühne in der Aula der Heimerzheimer Georg-von-Boeselager-Schule noch leersteht.

   Demon's Eye in Aktion
 "Der weiße Nebel, der dort über den Boden kriecht, gehört zu "Remode", die gleich das 7. Benefizkonzert des SV Rot-Weiß Dünstekoven zugunsten der Aktion "Weihnachtslicht" des General-Anzeigers und der Jugendarbeit in den eigenen Reihen eröffnen wird. Seine Stunde aber kommt noch. Nach 22 Uhr mit der Deep-Purple-Coverband "Demon's Eye". Er zuckt ein wenig mit den Schultern und holt sich ein Bier, während der Vorsitzende Günter Mahlberg und Dieter Daunus, Organisator aller Konzerte seit 2002, aus dem Nebel heraus die Zuschauer begrüßen. 

 

"Es ist zwar nicht ganz so voll wie sonst. Aber das soll uns nicht davon abhalten, einen schönen Abend zu haben", sagt Mahlberg.

 

Das muss den Fans der Pop- und Synthie-Band "Depeche Mode" niemand zweimal sagen. Von der Stimme, die sich der Sänger für einen Abend bei Dave Gahan ausgeliehen zu haben scheint, bis zur Bühne mit der Videoleinwand im Hintergrund stimmt die Show von Anfang an. So halten Stücke wie "Question of Time" und "Behind the Wheel" jedem Vergleich mühelos stand. Und die ersten Zuhörer haben längst entdeckt, dass ein bisschen mehr Platz auch sein Gutes hat. Sie erobern die Tanzfläche vor der Bühne für sich. Andere, die diese ersten zwei Stunden vor "Demon's Eye" wohl eher als Aufwärmphase betrachten, wippen immerhin schon mal im Takt.

 

Was für Depeche-Mode-Fans an einem solchen Abend auf gar keinen Fall fehlen darf, sind "Enjoy the Silence", "Personal Jesus" und als ruhigere und melodische Nummer "Stripped". 22 Uhr ist schon durch. Der Deep-Purple-Fan schaut auf die Uhr und sieht sich um. Die einen geben sich auf ihren T-Shirts als Fans ihrer Idole zu erkennen, bei anderen ist ein Schriftzug gar nicht nötig. Die meisten im Saal allerdings nehmen gleich das ganze Paket mit und beweisen den Veranstaltern, was Durchhaltevermögen ist.

 

Allerdings macht die Musik es ihnen auch nicht schwer: "I just can't get enough" heißt die letzte Nummer von "Remode", begleitet von ein paar Tänzern, die vor der Bühne den angesagten Jumpstyle ausprobieren. Als Zugabe gibt es "Never let me down again", eins von Daunus' Lieblingsstücken, und "Everything Counts".

 

So wird es mit Ab- und Aufbauen schließlich sogar kurz nach 23 Uhr, bis "Demon's Eye" endlich loslegen kann. Dafür geht es mit "Highway Star" und "Woman from Tokyo" auch direkt in die Vollen. Schließlich kann sich die Band nicht umsonst auf einen verbalen Ritterschlag von Deep Purple-Bassist Roger Glover aus dem Jahr 1998 berufen. Wie nahe "Demon's Eye" ihren Idolen tatsächlich kommen, zeigen "Stormbringer", "Black Night" und "Child in Time", einer der Deep-Purple-Klassiker.

 

Für Gänsehaut ist "Perfect Strangers" gut, das Titelstück vom gleichnamigen Album, das der britischen Rocklegende 1984 ein sensationelles Comeback verschaffte und von der Band mit Bachs Toccata und Fuge in d-Moll als Intro versehen wird. Mit "Knockin' at your Back Door", "Mistreated" und "Burn" steuert der Abend dem ultimativen Höhepunkt entgegen, auf den alle gewartet haben. "Smoke on the Water" aus der Zeit, als Stücke auf einem Rockalbum mit fünf Minuten gerade erst begonnen hatten und die Plattencover noch Kunstwerke waren.

 

Mit "Hush" klingen gegen 1.15 Uhr nachts die letzten Akkorde aus. Gut fünf Stunden für den Langhaarigen mit Stirnband und all die anderen, die ausgeharrt und dafür zwei Coverbands mit Champions-League-Qualitäten live erlebt haben.

 

"Beide hätten noch viel mehr Zuschauer verdient gehabt", fasst Deep-Purple-Fan Mahlberg zusammen, was viele beim Herausgehen denken mögen. Den Gastgebern von Rot-Weiß Dünstekoven bleibt der Dank an die Helfer von der Feuerwehr und vom Roten Kreuz sowie an alle Sponsoren wie die Bäckerei Ost, die Raiffeisenbank Rheinbach-Voreifel, die Firma Specht und das Hotel Weidenbrück in Heimerzheim, wo die Bands übernachteten. 



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