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Mannschaft Saison 1982/83

  1. Mannschaft 1982

 

Hinten: Hans-Peter Fuß, Spielertrainer Hermann Straube, Dieter Lütjohann, Josef Comer, Dieter Riesner, Josef Schröder, Hans Kämpfe, Willibald Schröder, Bernd Kreuer
Vorne: Wilfried Straube, Ferdinand Frings, Dieter Feldt, Ralf Discher, Manfred Hölz, Günter Mahlberg

 

Abschlusstabelle:

 

Pkt. Tore Diff. S U N
1. Dünstekoven 45:7 74:22 52 20 5 1
2. Heimerzheim 44:8 74:27 47 21 2 3
3. Buschhoven 39:13 70:23 47 18 3 5
4. Odendorf 29:23 58:41 17 12 5 9
5. Queckenberg 29:23 48:55 -7 13 3 10
6. Alt.-Ersdorf 26:26 47:43 4 11 4 11
7. Flerzheim 26:26 45:48 -3 10 6 10
8. Merzbach 25:27 54:49 5 8 9 9
9. Oberdrees 23:29 50:51 -1 9 5 12
10. Wormersdorf 21:31 47:52 -5 9 3 14
11. Swisttal 18:34 38:66 -28 6 6 14
12. Fortuna Bonn 16:36 47:68 -21 6 4 16
13. Uni Bonn 12:40 29:74 -45 5 2 19
14. Witterschlick 11:41 30:93 -63 5 1 20

 

Statistik:

 

Einsätze Tore GK ZS RK
Hermann Straube 26 13 3
Hans-Peter Fuß 26 15 2 1
Manfred Hölz 25 5
Josef Schröder 24 2
Hubert Beyel 24 5
Günter Mahlberg 23 1 2
Dieter Riesner 22 1 2
Wilfried Straube 22 2 1
Ralf Discher 19
Berdn Kreuer 19
Josef Commer 19 24 1 1
Dieter Lütjohann 17
Fredi Garus 14 1 1
Dieter Feldt 10
Ferdinand Frings 8 1
Horst Paulmann 6
Willibald Schröder 5
Franz Heinen 4
Hans Kämpfe 1

 

Die Meisterelf: bzw. die Meisterneunzehn

Name gute Eigenschaften berühmter Ausspruch sportliches Vorbild Hobby
Hubert Beyel Erreicht mit minimaler Trainingsbeteiligung die maximale Kilometerleistung im Spiel (sog. Beyel-Methode) Er gilt als Erfinder des angeschnibbelten Schaufelschusses Gift im Essen? Nein danke! Horst Hrubesch Kommunalpolitik (leistet in Ludendorf wertvolle Basisarbeit für die KPD)
Josef Commer Weiß immer, wo er sein muss, um im richtigen Moment angeschossen werden zu können An Gott kommt keiner vorbei, außer Littbarski Gerd Müller Handball (so erklären sich die manchmal im Spiel auftretenden Fehlreaktionen)
Ralf Discher Ruhe, Besonnenheit. Hilft dem Schiedsrichter beim Ausfüllen des Spielberichts Lauf um Dein Leben (gut gemeinter Ratschlag für den Schiri des Spiels Queckenberg - Dünstekoven) Dino Zoff Kritisiert mit wachsender Begeisterung die Einstellung der Spieler; Langzeitduschen
Dieter Feldt Absolut sichere Strafraumbeherrschung Auch Hitler hatte keinen Führerschein Jean-Marie Pfaff Mopedfahren (verzichtet zugunsten des unmittelbaren Zusammenspiels der drei Gewalten Mensch, Maschine und Natur auf die Bequemlichkeit des Autos)
Ferdinand Frings Ausgezeichnetes Lernvermögen (hat in sehr kurzer Zeit gelernt, dass es zu teuer ist, mit Josef Schröder Knobelduelle auszutragen) Ich halte mich da raus (in seiner Eigenschaft als Schalke-Fan verständliche Aussage, immer dann, wenn die anderen Spieler die Meisterschaftschancen ihrer Lieblingsclubs diskutieren) Manfred Drexak Fragen der Kindererziehung (z.B. schlage ich mein Kind mit einem einfachen Holzknüppel oder verwende ich einen modernen Hartgummistab?)
Hans-Peter Fuß Kämpft und läuft so unauffällig, dass es weder Mitspielern noch Zuschauer bemerken und ihm daher oft mangelnden Einsatz vorwerfen Drei Mark Mick Jagger Schwachsinn zu Papier bringen
Fredi Garus Gesunde Härte Verdamp lang her, verdamp lang (auf die Frage nach dem letzten guten FC-Spiel) Manfred Kaltz Betätigt sich als aktiver Autorennfahrer (er ist zur Zeit bei Opel unter Vertrag)
Franz Heinen Äußerste Torgefährlichkeit (gibt nur sachliche Äußerungen von sich, daher Fehlanzeige) Sydne Rome Jane Fonda Aerobic; nebenbei brennt er zu Hause heimlich Schnaps
Manfred Hölz Eisernes Durchhaltevermögen Das wird bestraft (mit diesem Fluch versieht er jeden, der auch nur daran denkt, eine 6 einzupacken) Tardelli Unterstützt den FC Bayern moralisch durch liebevollen Fensterschmuck bei wichtigen Spielen
Hans Kämpfe Hilft den Bayern-Fans der Mannschaft, sich gegen die unsachlichen Angriffe der FC-Fans zu verteidigen Vorbeugen ist besser als heilen (beugt Verletzungen durch Bandagierung sämtlicher Knie vor) Karl-Heinz Rummenigge Scirocco fahren (verfährt fast sein gesamtes Gehalt auf der Strecke Mahlberg - Dünstekoven und zurück)
Bernd Kreuer Nächstenliebe; Menschlichkeit (hat in seiner Laufbahn noch nie einen Gegenspieler gefoult, geschweige denn eine Gelbe Karte bekommen) Schluss jetzt mit der Salzmannscheiße (den tieferen Sinn bitte von B.K. persönlich erklären lassen) Harald Konopka Keines, da beruflich völlig ausgelastet
Dieter Lütjohann Pioniergeist (brachte durch seine einsames Vorbild die Bundesligavereine erst darauf, über die 4-monatige Winterpause nachzudenken) Erst alles nass machen und dann alles nass machen Claudio Gentile Durchführung von Selbstversuchen (testet die Wirkung von verschiedenen Ölen, Salben und Säuren auf die menschliche Haut)
Günter Mahlberg Kann mit beiden Beinen gleich gut laufen Säuren, ätzen und zersetzen (auf die Frage nach seiner persönlichen Zielsetzung bei der Bundeswehr) Edhem Sljivo Verbreitung von schmutzigen Witzen; außerdem atmet er sehr gern
Horst Paulmann Reue, Einsicht (hat sich seit Verbüßung seiner letzen Haftstrafe nicht mehr zu Schulden kommen lassen) Ich hätte es für die Hälfte gemacht (neidischer Kommentar zur Breitner-Rasur) Camacho Fotografieren (seine bevorzugten Motive sind Menschen im Wald)
Dieter Riesner Hält sich an seine eisernen Vorsätze (hat sich Silvester fest vorgenommen, weiter zu rauchen) Das spüre ich im Ärmchen (nicht nachweisbare Begründung für seine andauernde, absichtliche 18-Werferei Gerd Zewe Häufiger Besuch in zwielichtigen Lokalen der Bonner Altstadt
Funker Schröder Kann eine Kuh umschießen Jawohl, Herr Hauptfeldwebel Anton Joni Basteln, Handarbeit (hat sich nach Dienstschluss einen Gewehrwärmer gehäkelt)
Willibald Schröder Gutmütigkeit (im Dienst drückt er schon mal ein Auge zu und ahndet kleinere Vergehen mit einer Ermahnung) Der größte Lump im ganzen Land, das ist der Demonstrant Ben Derriss Griechische Küche, Zubereitung und (hauptsächlich) Verzehr
Hermann Straube Unverbesserlicher Optimismus (er glaubt jedes Jahr aufs Neue daran, dass der 1. FC Köln in diesem Jahrhundert noch mal Meister wird); bei den Torhütern gefürchtet wegen seinem linken Hammer Den Letzten haben wir immer noch gemacht als Spieler: Motorsport (er ist während eines Autorennens im Fernsehen nicht ansprechbar, wenn überhaupt, reagiert er nur auf körperliche Gewalteinwirkung); außerdem versucht er, gutgläubigen Mannschaftskamera- den kaputte Teile seines Escorts anzudrehen
Wilfried Straube keine Man muss sich viel anhören, bevor einem die Ohren abfallen Hans-Peter Fuß Hört sich gerne Musik von Langhaarigen an; verbringt seine übrige Freizeit mit der Abdichtung seines R4

 

In letzter Zeit wird im Mannschaftskreis ein Ausdruck immer häufiger benutzt, von dem eigentlich niemand so recht weiß, was er überhaupt bedeutet.


Es geht um den Ausdruck. "Du Schov". Manfred Hölz hat sich in der folgenden Abhandlung bemüht, dies Unklarheit zu beseitigen.


Wissenswertes über das Schov

Unser normales Schov, in zahlreichen anderen Werken irrtümlich "Schaf" geschrieben, stammt vom europäischen Wildschov und vom asiatischen Steppenschov ab. Anders als z.B. die Gattunt des Kuppelponies bringt das Schov dem Menschen einen großen Nutzen. Es liefert ihm Fleisch, Wolle, Fett, Milch und Gesprächsstoff. So beträgt der Jahreswollwuchs beim amerikanischen Langwollschov ca. 40 cm. Das ergibt ein Wollgewicht von etwa 8 kg pro Schov. Da träumt Europa von.

 

Ein gesundes weibliches Schov gibt im Jahr bis zu 800 l Milch, soviel wie 8.000 Pils. Bei solchen Zahlen wird einem richtig schwindelig. Wenn ein Schovsbock 10 - 12 Monate alt ist, kann er für die Zucht verwendet werden. Er muss dann innerhalb eines Monats über 50 Schöv betreuen. Die Tragzeit beträgt 150 Tage und Nächte. Das Schov gehört zur Familie der Wiederkäuer d.h., es lässt sich die Mahlzeit noch einmal durch den Kopf gehen und entscheidet dann, ob es sie auch wirklich verzehrt. Aus dieser Tatsache kann man ersehen, dass das Schov, wie alle anderen Raubtiere auch, eine ausgeprägt feine Zunge besitzt.

 

Dazu muss man wissen, dass das Schov erst vor etwa 1.000 Jahren gezähmt wurde. In der Zeit davor verbreitete es in Europa und Asien Angst und Schrecken. Besonders gefürchtet waren das spanische Eillipirellischov, das germanische Koppschov und die sizilianischen Maffjahschöv, die ihre gut organisierten Raubzüge später auch auf ganz Italien ausdehnten. Dagegen eher harmlos war eine skandinavische Gattung: Die so genannten Ønjlöksbök. Diese durchstreiften in riesigen Kolonnen die Gegend bis hinauf nach Schlappland am Polarkreis. Weil immer einige Blödhammel die Kolonne durcheinander brachten, haben viele zuerst den Frost in die Füße bekommen und sind dann später an den Pocken gestorben.

 

Seit seiner Zähmung gilt das Schov als gutmütig, geduldig und intelligent (was es allerdings durch seinen Gesichtsausdruck geschickt zu verbergen vermag). Da der heutige Weltbestand sich auf etwa 1,1 Milliarden beläuft, kann man sich also auch in Zukunft noch guten Gewissens zurufen: "Du Schov!"

 

Besonderere Vorkommnisse

03.10.1982 Wormersdorf - Dünstekoven
Fassungslos musste Dieter Lütjohann mit ansehen, wie der von ihm scharf und halbhoch in die äußere rechte Torecke getretene Gegenspieler von der Innenkante des Torpfostens in Spielfeld zurücksprang.
17.10.1982 Dünstekoven - Heimerzheim
Torwart Ralf Discher startete in diesem Spiel einen famosen Amoklauf aus unerfindlichen Gründen. Erst durch die gemeinsamen Anstrengungen unserer kräftigsten Spieler konnte er wieder ins Tor abgeführt werden. Später meinte er zu diesem Vorfall: "Dabei hatte ich mir noch so viel vorgenommen".
07.11.1982 Alt.-Ersdorf - Dünstekoven
Kopfballtor von Hans-Peter Fuß (konnte leider nicht mehr rechtzeitig in die Chronik des 20. Jahrhunderts aufgenommen werden).
28.11.1982 Witterschlick - Dünstekoven
Manfred Hölz in Schusslaune! Nach seinem 1. Tor kündigte er an, Josef Commer bis zum Saisonende in der Torproduktion noch einzuholen.
12.12.1982 Queckenberg - Dünstekoven
Dieter Riesner gebührt das Verdienst, Willibald Schröder einmal aus der Ruhe gebracht zu haben. Nachdem Dieter ihn aufgefordert hatte, wieder hinten mit abzudecken, brüllte Willibald aus Leibeskräften quer über den Platz zurück: "Ich kann nicht mehr!" Die Mannschaft wird sich bestimmt noch lange an diese eindrucksvolle Begebenheit erinnern.
30.01.1983 Dünstekoven - Fortuna Bonn
Das Spiel musste beim Stande von 3:0 (Tore: Fam. Straube, Hölz) wegen Platzüber-schwemmung infolge sintflutartiger Regenfälle abgebrochen werden.
20.03.1983 Heimerzheim - Dünstekoven
Unverständlicherweise konnte man das Spiel knapp, aber verdient mit 5:1 gewinnen, denn die Heimerzheimer hatten vorher schon genau ausgerechnet, dass sie die klar besserer Mannschaft hätten.
27.03.1983 Flerzheim - Dünstekoven
Die einzige Saisonniederlage wurde nicht durch Unvermögen, sondern hauptsächlich durch Pech, Platzverhältnisse, Wetter, Schiedsrichter, Nervenschwäche und Verletzungen verursacht.
02.04.1983 Dünstekoven - Oberdrees
Vor dem Spiel (Ostersamstag) bekamen wir von den Oberdreesern 11 Eier geschenkt. Wir konnten ihnen allerdings nur 6 während des Spiels zurückgeben.
04.04.1983 Merzbach - Dünstekoven
Wilfried Straube ließ sich kurz vor der Halbzeitpause zu einer gemeinen Unsportlichkeit hinreißen. Der Schiedsrichter musste ihn zwar vom Platz stellen, jedoch zeigte er Verständnis für seine Situation.
17.04.1983 Dünstekoven - Alt.-Ersdorf
Weil der Schiedsrichter nicht erschienen war, konnte das Spiel nicht stattfinden. Das war besonders für Bernd Kreuer ärgerlich, der anhand sehr schön ausgeführten Aufwärmübungen bewies, dass er wieder aufsteigende Form hatte.

 

Interview mit Trainer Hermann Straube

 

Frage:

In ihrer ersten Trainersaison, Herr Straube, können Sie gleich auf eine sehr erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Haben sich Ihre Erwartungen in allen Punkten erfüllt, oder was hätte man noch besser machen können?

Trainer:

Mit Sicherheit gibt es in einem Trainerleben immer einige Wünsche, die nicht zu erfüllen sind, so z.B. ist es unmöglich, Hubert Beyel zum Training zu locken. Selbst deftige Leberkäsorgien und orientalische Tsaitsikij-Abende, die extra für ihn arrangiert wurden, bewegen ihn zu keiner Änderung seines Terminplanes, wohingegen Dieter Lütjohann gerade an diesen Abenden reges Trainingsinteresse zeigt. Zu bedauern ist noch der lange Verletzungsausfall unseres Verteidigers Willibald Schröder, der, wie in seinem Beruf, auch im Spiel für Sicherheit und Ordnung sorgte.

Frage:

Was hat Sie in den letzten Spielen, kurz vor Beendigung der Saison am meisten geärgert?

Trainer:

Mit Sicherheit ein Spielerausfall, der wieder einmal in Merzbach zu beklagen war. Dieser hätte uns nicht nur um die Meisterschaft bringen können, sondern was noch viel schlimmer ist, er brachte uns, und vor allen Dingen unseren Präses, um die Entgegennahme des Fairness-Pokals.

Frage:

Herr Straube, der Aufstieg in die B-Klasse konnte schon vorzeitig gesichert werden. Haben Sie sich schon auf dem Spielermarkt umgesehen?

Trainer:

Ich glaube nicht, dass dies nötig sein wird. Erstens konnten wir uns schon während der abgelaufenen Saison gezielt verstärken, zum anderen werden wir im Zuge der Familienzusammenführung im nächsten Jahr unser drittes Bruderpaar präsentieren können.

Frage:

Was hat Sie in diesem Jahr am meisten beeindruckt?

Trainer:

Sicherlich zunächst einmal das klar gewonnene Lokalderby in Heimerzheim. Außerdem muss man die relativ hohe Trainingsbeteiligung noch erwähnen.

Frage:

Mit welcher Zielsetzung gehen Sie in die neue Saison?

Trainer:

Wir wollen nicht gleich wieder absteigen. An einen erneuten Aufstieg denken wir noch nicht. Das würde auffallen.

Frage:

Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, wie Ihre Mannschaft diese erfolgreiche Saison ausklingen lässt?

Trainer:

Der Vergnügungsausschuss hat ein dreitägiges Trainingslager in der nahe liegenden Eifel vorgeschlagen, fernab von jeglicher konditionsschädigender Beeinflussung, wie z.B. durch den übermäßigen Konsum alkoholischer Getränke und sonstiger Versuchungen.

Frage:

Wir danken Ihnen für dieses aufschlussreiche Interview, wünschen Ihnen und Ihrer Mannschaft für die kommende Saison viele weitere Erfolge und vielleicht zum Schluss noch Ihre Devise fürs nächste Jahr.

Trainer:

So Leute, Netze aufhängen, vernünftig warmlaufen, und kein Wort gegen den Schiedsrichter.

 

Das aktuelle Interview

Ein profilierter Sportsmann sagt seine Meinung

 

Zu den herausragendsten Spielerpersönlichkeiten der Kreisliga zählt seit Jahren unser Außenverteidiger Bernd Kreuer. In diesem Gespräch erläutert er seine Ansichten über die weitere Entwicklung des Fußballs in Deutschland.

 

 

Frage:

Sie haben eine ganz neue Art des Abwehrspiels entwickelt, das so genannte "Kreuer-Tackling"...

Kreuer:

Richtig, ich habe drei Jahre gebraucht, um es zu entwickeln und kann heute mit Stolz sagen, dass ich der einzige Spieler im Raum Bonn bin, der es perfekt beherrscht.

Frage:

Wenn Sie die Technik ganz kurz erläutern möchten..

Kreuer:

Es handelt sich dabei um einen von hinten geführten Doppelfußstoß in die Kniekehlen des Gegners mit gleichzeitigem Biss in die Nierenpartie. Das ist technisch nicht so einfach, da der Körper...

Frage:

Schon gut, Herr Kreuer. Kommt es vielleicht daher, dass Spieler anderer Mannschaften manchmal behaupten, Ihre Härte grenze an Brutalität? Was sagen Sie dazu?

Kreuer:

Wer so etwas sagt, vergisst, dass Fußball ja nur ein Spiel ist.

Frage:

Am letzen Sonntag sind bei den Spielen der Bonner Kreisligen wieder 8 Spieler schwer und 32 leichter verletzt worden. Zeichnet sich hier nicht eine bedenkliche Situation ab?

Kreuer:

Das soll man doch nicht so verbissen sehen. Zwei Leute sind ohne gegnerisches Verschulden verletzt worden, und sieben von denen, die was mitbekommen haben, waren nur Ersatzleute. Auch mein Gegenspieler vom letzten Sonntag wird bereits morgen aus dem Hospital entlassen. Sie sehen also, es wird da viel hochgespielt.

Frage:

Glauben Sie, dass gegen die vielen Verletzungen etwas getan werden kann?

Kreuer:

Ich habe noch nie erlebt, dass ein Spieler, der selber voll durchzieht, sich verletzt. Es sind immer die feigen Memmen, die den Fuß wegziehen, die was abbekommen.

Frage:

Gut, lassen wir das. Wie man hört, wird auch der Umgangston auf dem Spielfeld immer unfreundlicher. Stimmt das aus Ihrer Sicht?

Kreuer:

Da ist schon was dran. Erst vor drei Wochen sagte ein Schiedsrichter zu mir: "Noch einmal, und Sie fliegen vom Platz!" Ich bedaure so etwas. Besonders, weil ich mich persönlich immer bemühe, Mensch zu bleiben. Wenn ich z.B. einen Gegner am Trikot festhalten muss, sage ich immer: "Ein schönes Trikot, was Du da anhattest!" Auch wenn ich mal einen legen muss, lächele ich meist ganz freundlich dabei.

Frage:

Gegen welchen Spieler treten Sie nicht gerne an?

Kreuer:

Wie bitte? War die Frage ernst gemeint?

Frage:

Aber ja! Haben Sie denn keinen Angstgegner?

Kreuer:

Der Mann, der mir Angst einjagen könnte, ist noch nicht auf der Welt. Jedenfalls habe ich noch nicht gegen ihn gespielt.



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