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Interview mit unserem neuen Trainer Peter Witt

Mit einem neuen Trainer und einem vergleichsweise großen Kader startet die Seniorenmannschaft von Rot-Weiß Dünstekoven diese Woche in die Vorbereitungsphase zur neuen Saison. Wir haben im Vorfeld mit dem in der Sommerpause verpflichteten Trainer Peter Witt ein ausführliches Interview geführt, welches wir hier in den kommenden Tagen veröffentlichen werden. Im ersten Teil des Interviews erfahrt Ihr schon mal einiges über den neuen Übungsleiter selbst, seine bisherige Fußball-Kariere sowie seine Beziehung zu RWD.

 

Witt, Peter Trainer 2014RWD: Hallo Peter, herzlich Willkommen bei Rot-Weiß Dünstekoven! Erzähl unseren Fans doch erst mal ein bisschen was Persönliches über Dich!

 

Peter Witt: Gerne. Ich bin 35 Jahre alt und glücklich verheiratet. Zusammen mit unseren drei Kindern sind wir mittlerweile in Heimerzheim sesshaft geworden, wo ich auch schwerpunktmäßig als Briefträger bei der Deutschen Post arbeite. In meiner Freizeit beschäftige ich mich vor allem mit meinen Kindern und als Trainer demnächst natürlich wieder häufiger mit Fußball. Wenn dann noch Zeit bleibt, widme ich mich zu Hause gerne meiner Carrera-Bahn.

 

RWD: Beschreibe Dich selbst mal mit ein paar markanten Charakterzügen!

 

Peter Witt: Ich finde es grundsätzlich nicht leicht, sich selbst zu beschreiben. Sehr ausgeprägt ist auf jeden Fall mein Ehrgeiz. Meine Frau meint zudem, ich wäre relativ „dickköpfig“ und (wahrscheinlich, damit sie auch was Positives sagt) „handwerklich begabt“ 

 

RWD: Wie sah Deine fußballerische Karriere bislang aus?

 

Peter Witt: Ich habe im Alter von fünf Jahren bei den Bambinis in Andernach angefangen und dort bis zur A-Jugend gespielt. Dann bin ich mit 18 zu den Senioren nach Mayen gewechselt und habe da vier Jahre lang in der Oberliga gekickt. Anschließend führte mich der Weg nach Eich, wo ich bis 2008 in der Landesliga, Bezirksliga und A-Klasse aktiv war. Nachdem ich nach Heimerzheim gezogen bin, habe ich da noch zwei Spielzeiten für den SSV absolviert.

 

RWD: Du könntest mit dieser Erfahrung sicher noch einige Klassen höher kicken. Warum bist Du zuletzt nicht mehr aktiv gewesen?

 

Peter Witt: Ich hatte leider einen Bandscheibenvorfall, der mich lange Zeit an der Fortführung meiner aktiven Laufbahn gehindert hat. Weil ich zudem mehr Zeit für meine Familie haben wollte, hatte ich meine Fußballkarriere eigentlich schon an den berühmten Nagel gehangen.

 

RWD: Eigentlich… Willst Du in Dünstekoven also doch noch mal selbst auflaufen?

 

Peter Witt: Ganz ehrlich? Es juckt schon in den Füßen, wenn ich auf dem Platz stehe. Ich denke aber trotzdem, dass mein Platz an der Seitenlinie sein wird und ich wirklich nur dann auflaufen werde, wenn mir nicht genügend fitte Spieler zur Verfügung stehen.

 

RWD: Wie hast Du die Entwicklung bei RWD in den vergangenen Jahren verfolgt und wie ist der Kontakt zu unserem Verein entstanden?

 

Peter Witt: Die Entwicklung bei RWD habe ich bis vor kurzen nicht wirklich verfolgt, weil das Thema Fußball für mich ja eigentlich erledigt war. Der Kontakt ist durch den zweiten Vorsitzenden, Udo Ellmer, zustande gekommen, der mich aus der Nachbarschaft kannte. Direkt wie er ja ist, hat er mich einfach mal gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, Trainer in Dünstekoven zu werden. Dann habe ich mir die Pläne des Vorstands im Detail angehört und jetzt bin ich einer von Euch!

 

RWD: Was reizt Dich an der neuen Aufgabe in der immerhin tiefsten deutschen Fußball-Klasse?

 

Peter Witt: Die Liga spielt erst einmal keine Rolle. Wichtiger sind die Jungs, mit denen ich arbeiten kann. Ich möchte mit RWD schönen, attraktiven und letztendlich auch erfolgreichen Fußball spielen. Der Reiz liegt darin, dieses Ziel zusammen mit den Jungs so schnell wie möglich zu erreichen. Dann wird sich die Sache mit der „tiefsten deutschen Fußball-Klasse“ irgendwann von alleine erledigen.

 

RWD: Gute Fußballer sind ja nicht automatisch auch immer gute Trainer. Was entgegnest Du Kritikern, die Dir mangelnde Erfahrung im Trainerjob vorwerfen könnten?

 

Peter Witt: Ich denke, ich habe in meiner Karriere selbst hoch genug gespielt, um den Jungs fußballerisch und auch von der Einstellung und Spielvorbereitung her einiges beibringen zu können. Ich möchte einfach meine Erfahrungen, die ich selbst gemacht habe, an die Jungs weitergeben und hoffe, dass mir das in der praktischen Arbeit gut gelingen wird. Als Trainer ist man so oder so immer auch davon abhängig, wie die Spieler mitziehen und sich einbringen. Wer richtig Bock auf Fußball hat und sich sportlich weiterentwickeln möchte, dem werde ich dabei sehr gerne helfen.

 

RWD: Wo würdest Du Dich als Trainer-Typ einordnen? Medizinball-Magath oder Taktik-Tuchel?

 

Peter Witt: Man sollte sich von erfolgreichen Persönlichkeiten immer das Beste abgucken und dann seinen persönlichen Stil finden, der zu einem passt. Von daher wird man bei mir wahrscheinlich von jedem der beiden genannten Trainer etwas finden.

 

RWD: Bist Du im Umgang mit den Spielern eher der kommunikative Typ oder der stille Beobachter?

 

Peter Witt: Ich denke beides. Zu Beginn werde ich als Neuzugang bei RWD natürlich erst einmal viel beobachten, später dann aber auch ausgiebig kommunizieren.

 

RWD: Du hast einen Großteil der Spieler bereits kurz kennengelernt. Wie ist Dein erster Eindruck?

 

Peter Witt: Wir hatten bis jetzt erst einen kurzen „Vorstell-Abend“ und haben danach einmal zusammen gekickt. Viel lässt sich da noch nicht sagen, zumal noch nicht alle mit an Board waren. Mein erster Eindruck von den Jungs ist aber sehr positiv.

 

RWD: Die Mannschaft ist im Durchschnitt extrem jung. Siehst Du das als Chance oder als Risiko?

 

Peter Witt: Ich finde das gut. Jungen Spielern kann man in der Regel noch sehr viel beibringen. Und ein bisschen Erfahrung ist in unserem Kader ja trotzdem auch vorhanden.

 

RWD: Worauf dürfen sich die Jungs in der Vorbereitung einstellen? Bevorzugst Du intensive Ausdauereinheiten im Wald oder holt Ihr Euch die Fitness überwiegend „am Ball“?

 

Peter Witt: Wir werden Kraft und Kondition sowohl mit als auch ohne Ball aufbauen.

 

RWD: Im Profi-Fußball wird zurzeit viel über Taktik und Systeme diskutiert. Wie stellst Du Dir den Fußball bei Rot-Weiß Dünstekoven in der nächsten Saison und auch mittelfristig vor?

 

Peter Witt: Mir schwebt vor, dass wir hinten mit einer Viererkette, im Mittelfeld mit einer Raute und vorne mit zwei Stürmern spielen.

 

RWD: Kann man als Trainer das im Vorfeld so eindeutig vorgeben oder muss man sich bei der Systemfrage nicht eher an den Stärken und Schwächen der vorhandenen Spieler orientieren?

 

Peter Witt: Ich habe eine klare Vorstellung, ohne diese auf Teufel komm raus durchdrücken zu wollen. Letztendlich muss ich bei den Trainingseinheiten sehen, welche Spieler auf welchen Positionen eingesetzt und der Mannschaft dort am ehesten helfen können.

 

RWD: Die im Profibereich längst etablierte Viererkette findet man in den unteren Ligen bislang nur sehr selten. Wo siehst Du die großen Vorteile gegenüber der bei der WM wieder öfter praktizierten Dreierkette oder der bei uns seit Jahrzehnten angewandten Variante mit einem Libero?

 

Peter Witt: Also von einem Libero halte ich persönlich nichts. Ich bin ein großer Fan der Viererkette, weil ich auch selber beim Fußball mit dieser Formation groß geworden bin und wir damit sehr erfolgreich waren.

 

RWD: Du willst mit zwei Stürmern spielen. Dürfen wir uns bei RWD also auf erfrischenden Offensivfußball freuen?

 

Peter Witt: Ja, das ist auf jeden Fall eins meiner großen Ziele.

 

RWD: In dieser Woche ist offizieller Trainingsauftakt. Bis zum Saisonstart im September sind 16 Einheiten und ein Vorbereitungsspiel angesetzt. Wird das ausreichen, um die Jungs richtig fit zu bekommen und ihnen gleichzeitig eine neue Spielphilosophie einzuimpfen?

 

Peter Witt: Wir haben bis zum Saisonstart knapp acht Wochen Vorbereitung. Das ist eine recht lange Zeit. Im Endeffekt wird es stark davon abhängen, wie die Jungs beim Training mitziehen.

 

RWD: Wie groß ist der Kader aktuell und welchen Neuzugängen traust Du den Sprung in die Startelf zu?

 

Peter Witt: Momentan beläuft sich unser Kader auf fast 30 Mann, wobei noch nicht ganz klar ist, ob es dabei bleibt. Nach meinen ersten Eindrücken haben alle neuen Spieler eine gute Chance, für uns zur Verstärkung zu werden. Was aber nicht heißen soll, dass bei mir irgendwer einen Bonus hat. Für mich gibt es keine „alten“ und „neuen“ Spieler. Zumal für mich als neuer Trainer ohnehin jeder „neu“ ist. Deshalb hat auch jeder Einzelne die Chance, im Training und den Spielen Werbung für sich zu machen.

 

RWD: Die relativ große Auswahl an Spielern wird Dich sicher freuen. Einige werden dadurch aber zwangsläufig nur sehr selten oder gar nicht zum Einsatz kommen. Wie willst Du der Gefahr einer aufkommenden Unzufriedenheit bei diesen Jungs entgegentreten?

 

Peter Witt: Wenn der Kader so groß bleibt wie es sich aktuell abzeichnet, wird es natürlich nicht leicht werden, alle Jungs immer bei Laune zu halten. Aber ich bin guter Dinge, dass ich das hinbekomme.

 

RWD: Als Trainer muss man immer den schweren Spagat zwischen „regelmäßiges Training wird belohnt“ und „die Besten sollen spielen“ hinbekommen. Wie sieht Dein Plan hier aus?

 

Peter Witt: Das werden wir sehen. Es hängt immer auch von der jeweiligen Situation ab.

 

RWD: Die Heimspiele werden demnächst auf echtem Rasen ausgetragen. Worin siehst Du die Vor- und ggf. auch Nachteile gegenüber anderen Belägen wie Asche und Kunstrasen?

 

Peter Witt: Ich bin in meiner Laufbahn selbst schon auf jedem Geläuf unterwegs gewesen und kann das deshalb aus der Praxis ganz gut einschätzen. Klar ist, dass der Naturrasen überdurchschnittlich viel Kraft kostet und die Bälle bei Nässe sehr schnell werden. Darauf muss man sich einstellen.

 

RWD: Wird Dünstekoven auf dem neuen Platz also wieder zu einer echten Macht im eigenen Stadion?

 

Peter Witt: Ich hoffe es doch!

 

RWD: Wie sehen die Ziele für die kommende Saison aus? Ist der Aufstieg schon realistisch?

 

Peter Witt: Mit dem Potenzial, das wir Stand jetzt zur Verfügung haben, sollte eine Platzierung unter den ersten drei in der Tabelle realistisch sein. Wenn wir dieses Potenzial denn abrufen! Ob es dann schon im ersten Jahr zum Aufstieg reicht, muss man sehen. Aber es wäre natürlich ein geiler Start!

 

RWD: Was strebst Du mit der Mannschaft mittelfristig an?

 

Peter Witt: Wie schon gesagt möchte ich den Zuschauern in Dünstekoven attraktiven Fußball bieten. Und wir werden dabei natürlich versuchen, in den kommenden Jahren sukzessiv einige Spielklassen höher zu kommen.

 

RWD: Mit Dirk Illgner und Ralf Ellmer gibt es bei RWD mittlerweile zwei Abteilungsleiter Fußball, die auch für den Spielbetrieb der ersten Mannschaft verantwortlich sind. Wie soll die Zusammenarbeit mit Dir hier konkret aussehen und wie war der Kontakt in den ersten Wochen?

 

Peter Witt: Ich denke, dass wir gut miteinander auskommen und auch einen sehr guten und intensiven Kontakt pflegen. Die Verständigung in den ersten Wochen war jedenfalls prima

 

RWD: Vielen Dank für das nette Gespräch und viel Spaß und Erfolg bei RWD!



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