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Interview mit Dirk Illgner

Nach einer langen, aber alles andere als winterlichen Pause steht für die Mannschaften von Rot-Weiß Dünstekoven am kommenden Wochenende der offizielle Rückrundenauftakt auf dem Programm.

 

Wir haben uns im Vorfeld mit dem RWD-Sportvorstand Dirk Illgner zu einem ausführlichen Gespräch getroffen und dabei viele interessante Einblicke in das Innenleben der RWD-Familie erhalten.

 

RWD: Am Sonntag beginnt die Rückrunde für unser Seniorenteam. Wie ist die Vorbereitung gelaufen? Konnte Trainer Peter Krämer mit dem kompletten Team intensiv arbeiten?

 

Dirk Illgner: Aufgrund der wenig winterlichen Wetterlage war eine gute Vorbereitung auf dem Platz möglich. Wie mir Peter berichtet, haben alle gut mitgezogen. Die Stimmung ist gut.

 

RWD: Was stand während der Winterpause im Vordergrund? Ausdauer, Schnelligkeit oder taktische Feinheiten?

 

Dirk Illgner: Zunächst galt es eine entsprechende Grundausdauer zu erlangen. Schnelligkeit wird trainingsmethodisch erst am Ende der Vorbereitung, relativ zeitnah zum Rückrundenstart trainiert. In dieser Phase befindet sich die Mannschaft. Taktische Themen sind nur sehr schwer umzusetzen, da aufgrund beruflicher Verpflichtungen der Spieler nicht immer alle beim Training anwesend sein können.

 

RWD: Auch in den unteren Ligen wechseln die Spieler in der Winterpause fleißig den Verein. Was hat sich bei RWD auf dem Transfermarkt getan?

 

Dirk Illgner: Unsere Portokasse ist ziemlich leer (lacht) aber natürlich haben wir einige Gespräche mit möglichen Spielern geführt. Heute kann ich sagen, dass uns Niklas „Nigges“ Hostnik und Jan „Zavi“ Zavelberg in der Rückrunde wieder unterstützen werden. Mit einem weiteren jungen, talentierten Spieler bin ich im Gespräch. Ich hoffe, dass wir ihn bald beim Training sehen.

 

RWD: Wie soll der Weggang von Wolle Allendorf als spielstarker Mittelfeldspieler kompensiert werden? Und woran ist der Wechsel von Daniel Browarczyk (potenzieller Schwiegersohn von Trainer Peter Krämer) gescheitert?

 

Dirk Illgner: Wolle ist ja nicht nur ein sportlicher Verlust für die Mannschaft, auch menschlich werden wir ihn vermissen. Aber es ist verständlich, dass er an seinem Studienort spielen möchte. Sicherlich werden wir ihn irgendwann wieder bei RWD auflaufen sehen. Bei Daniel haben wir auf mündliche Zusagen seines damaligen Vereins vertraut. Er hatte die Zusage, mit Freigabe zur Winterpause wechseln zu dürfen. Dann stand plötzlich eine Ablöseforderung im Raum, der wir alleine aus Prinzip schon nicht nachgeben wollten. Das war zu blauäugig, so ein Fehler wird uns nicht mehr passieren.

 

RWD: Die Hinrunde wurde mit 13 Punkten aus zwölf Spielen als Tabellenneunter abgeschlossen. Wie fällt Dein Fazit aus und was sind Deine Erwartungen an die Rückrunde?

 

Dirk Illgner: Zunächst einmal waren wir im Sommer froh, überhaupt wieder eine Seniorenmannschaft ins Rennen schicken zu können. Nachdem sich der neue Vorstand erst kurz vor 12 gefunden hatte, verblieb nicht mehr viel Zeit die Mannschaft zusammenstellen. Hier gebührt unserem Trainer Peter Krämer ein großes Dankeschön, dass er die Mannschaft verantwortlich übernommen hat. Er hatte zunächst vor, nur als Spieler aktiv zu sein. Unter all diesen Aspekten sind wir nicht unzufrieden, eine Leistungssteigerung und eine Verbesserung der Spielanlage wünsche ich mir für die Rückrunde.

 

RWD: Den Posten des Sportvorstands gab es bei RWD bislang ja noch nicht. Welche Aufgaben hast Du und wie sieht Deine Arbeit in der täglichen Praxis konkret aus?

 

Dirk Illgner: Zunächst einmal möchte ich voran stellen, dass ich diesen Posten nicht alleine ausübe. Hier unterstützt mich Ralf Ellmer in gleichberechtigter Weise und dafür bin ich sehr dankbar. Wir haben beide identische Ansichten hinsichtlich unserer zukünftigen sportlichen Ausrichtung bei RWD. Meine/unsere Aufgabe sehe ich darin, Bindeglied zwischen Vorstand und Mannschaften zu sein und Verantwortung für den gesamten Fußballbereich zu haben. Neu ist, dass wir neben dem Seniorenbereich auch unsere Jugend im Gesamten sehen.

 

RWD: Wie nah bist Du bei der Mannschaft und wie oft tauschst Du Dich mit dem Trainer aus?

 

Dirk Illgner: Bis zur Klärung der Trainerfrage habe ich das Training der ersten Mannschaft mehrmals selber geleitet. Insofern kenne ich die Jungs alle sehr gut. Wir von Vorstandsseite haben uns zum Ziel gesetzt, möglichst bei jedem Spiel bzw. Training vor Ort zu sein. Mit Peter habe ich zu Saisonbeginn nahezu eine Standleitung gehabt, momentan tauschen wir uns 2-3 Mal die Woche aus.

 

RWD: Wagen wir mal einen Blick in die Zukunft. Wie sehen die Ziele des Sportvorstands für die kommenden Jahre im Seniorenbereich aus?

 

Dirk Illgner: Wir sehen unsere Aufgabe darin, den Verein mittelfristig im sportlichen Bereich erfolgreicher aufzustellen. Insofern kann ich die Seniorenabteilung nicht isoliert sehen. Natürlich möchten wir uns sportlich verbessern und 1-2 Klassen höher spielen. Hierfür muss ich aber bereits im Jugendbereich die Weichen stellen, qualifizierte Jugendtrainer haben und den Kindern/Jugendlichen Spaß am Fußball und insbesondere Spaß am Fußball in Dünstekoven vermitteln. Nur über unser persönliches Engagement und einen vertrauensvollen, fairen Umgang miteinander können wir dies erreichen. Nicht umsonst sprechen wir immer gerne von der RWD-Familie.

 

RWD: Und wie wollt Ihr diese Ziele erreichen? Welche Weichen wurden und werden noch dafür gestellt?

 

Dirk Illgner: Zunächst über Qualifizierung unserer Trainer. Wir wünschen uns, dass alle Trainer den entsprechenden Trainerschein erwerben. Dies unterstützt der Verein. Alle fußballinteressierten Kinder und Jugendliche sollen in Dünstekoven die Möglichkeit haben, Fußball zu spielen und von geschulten Trainern betreut und ausgebildet zu werden. Dies muss sich auch bei den Familien herumsprechen. Seit kurzem stellen wir auch wieder eine Bambini-Mannschaft. Diese wird von Ralf und Udo Ellmer geleitet. Weiterhin ist es unsere Aufgabe, ein angenehmes Umfeld zu schaffen und die Identifikation mit dem Verein zu stärken. Dies soll geschehen über gemeinsame Aktivitäten, eine einheitliche Sportbekleidung und natürlich insbesondere über ein attraktives Sportlerheim und hoffentlich in Kürze einen attraktiven, wettbewerbsfähigen Rasenplatz.

 

RWD: Du sprichst den Naturrasenplatz an. Wo wird RWD ab April spielen und trainieren, wenn der Umbau dann planmäßig beginnt?

 

Dirk Illgner: Die Planung erfolgt in Absprache mit dem Fußballkreis Bonn und der Gemeinde Swisttal.

 

RWD: Kritische Stimmen fürchten bereits, dass von dem schönen Grün spätestens nach dem ersten Winter nicht mehr viel übrig sein wird. Droht uns ein ähnlicher „Acker“ wie in Brenig oder Miel, wenn alle Mannschaften und vielleicht auch noch andere Kinder darauf regelmäßig kicken?

 

Dirk Illgner: Das wird nicht passieren, da wir mit Ralf von der Stein den „grünen Daumen“ der Stadt Bonn bei uns im Boot haben.

 

RWD: Kommen wir zur Jugendabteilung. Bitte ein kurzes Fazit zum bisherigen Saisonverlauf und den Aussichten der einzelnen Mannschaften.

 

Dirk Illgner: Alle Mannschaften von der F- bis zur A-Jugend spielen eine gute Rolle in der Saison und sind mit Freude bei der Sache, was uns in erster Linie wichtig ist. Dass unsere B-Jugend mit ihrem Trainer Michael Weiss noch um die Meisterschaft spielt, ist ein mehr als sehr schöner „Nebeneffekt“. Auch perspektivisch gilt dieser Mannschaft unser besonderes Augenmerk.

 

RWD: Kurzfristig liegt der Fokus naturgemäß immer auf der A- und B-Jugend, weil diese Spieler die ersten Kandidaten für den Sprung in die „Erste“ sind. Was können wir da konkret erwarten?

 

Dirk Illgner: Sollte die B-Jugend in ihrer Gruppe den 1. oder 2. Tabellenplatz belegen, möchten wir gerne mit A- oder B-Jugend die Qualifikation für die Sondergruppe spielen. Zudem sollten die Spieler der A-Jugend im nächsten Jahr stärker in den Spiel- und Trainingsbetrieb der 1. Mannschaft einbezogen werden. Dies ist in der laufenden Saison aus verschiedenen Gründen leider nicht wie gewünscht gelungen. Wichtig ist, frühzeitig den Jugendlichen eine sportliche Perspektive im Seniorenbereich aufzuzeigen.

 

RWD: Gerade in der B-Jugend spielen zahlreiche Jungs, die aufgrund ihrer fußballerischen Klasse und ihres Charakters auch bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten wecken dürften. Welche Argumente hat RWD, um diese Spieler für eine längere Zeit an uns zu binden?

 

Dirk Illgner: Die Spieler können nur über ein funktionierendes Gesamtsystem bei RWD gehalten werden. Dazu gehören in erster Linie Mannschaft und Trainer, der Verein und natürlich der neue Rasenplatz.

 

RWD: Gibt es perspektivische Überlegungen wie zum Beispiel die Vorgabe eines einheitlichen Spielsystems in Jugend- und Seniorenteams inklusive gezielter Trainerausbildungen oder ist das auf unserem Niveau zurzeit nicht darstellbar bzw. gar nicht sinnvoll?

 

Dirk Illgner: Dieses Ziel verfolgen wir auf mittelfristige Sicht, zurzeit ist es aber noch Zukunftsmusik.

 

RWD: Als ehemaliger Spieler von RWD hast Du ja auch die „guten alten Zeiten“ in der Kreisliga A live miterlebt. Noch heute schwärmen viele der Beteiligten von der einmaligen Atmosphäre in Dünstekoven. Wie schaffen wir es, das legendäre RWD-Feeling wieder zum Leben zu erwecken?

 

Dirk Illgner: Das war wirklich eine tolle Zeit und jeweils ein Super-Erlebnis im Kalksandstadion vor diesem Publikum zu spielen. Ich erinnere mich auch noch gut daran, wie uns beim Auswärtsspiel ein kompletter Fanbus nach Oberkassel begleitet hat. Wir müssen uns sportlich entwickeln und besseren Fußball spielen, dann kommen wieder Zuschauer, die dann auch wieder für Stimmung sorgen.

 

RWD: Steht Ihr in Kontakt zu ehemaligen Spielern, die RWD vielleicht beim Neuaufbau unterstützen wollen?

 

Dirk Illgner: Ja das tun wir und einige Ehemalige konnten wir schon von der Couch herunter holen und wieder für den Neuaufbau RWD animieren. Andere bereits angesprochene Ehemalige tun sich momentan noch etwas schwer damit.

 

RWD: Zum täglichen Alltag: Wie ist die Aufgabenverteilung im sportlichen Bereich zwischen Dir und Rally Ellmer geregelt, der Dich als Nicht-Vorstandsmitglied ja tatkräftig unterstützt?

 

Dirk Illgner: Ich versuche als erster Ansprechpartner und Vorstandsmitglied die sportlichen Aufgaben zu koordinieren und bin froh, dass Rally mich quasi als Backup sehr unterstützt. Rally engagiert sich etwas stärker im Jugendbereich. Aber es gibt keine Aufgabentrennung.

 

RWD: Gibt es Bereiche, wo Ihr Euch noch zusätzliche Unterstützung von Mitgliedern vorstellen könntet?

 

Dirk Illgner: In allen Bereichen wären wir für Unterstützung dankbar. Aber insbesondere beim Verkauf auf dem Sportplatz und dem Trainingsbetrieb der Bambinis / jüngere F-Jugend können sich sehr gerne noch Mitglieder einbringen. Natürlich würden wir uns auch freuen, wenn auch die Eltern unserer Nachwuchsspieler noch reger am Vereinsleben teilnähmen.

 

RWD: Zum Abschluss: Nenne uns bitte drei gute Gründe, warum ein Spieler (Jugend oder Senioren) in den kommenden Jahren unbedingt bei RWD und nirgendwo anders kicken sollte?

 

Dirk Illgner: Unsere Vereinsfarben sind rot und weiß. Wir gehen fair und respektvoll miteinander um und stehen zu unseren Zusagen. Und wer RWD noch nicht kennengelernt hat, hat echt was verpasst!

 

RWD: Vielen Dank für das informative Gespräch und weiterhin viel Spaß bei der Arbeit bei RWD!

 

Dirk Illgner: Auch Euch vielen Dank für die tolle Pressearbeit!

 


Illgner, DIrk

Dirk Illgner (48) lebt mit seiner Familie in Heimerzheim. Er hat drei Kinder. Seine fußballerische Laufbahn begann als Sohn eines Berufssoldaten beim 1.FC Hardtberg. Dort durchlief er alle Jugendmannschaften und spielte mit 17 Jahren bereits in der ersten Mannschaft in der A-Klasse, die kurz danach in die Bezirksliga aufstieg. Weitere aktive Stationen waren der SSV Merten und Rot-Weiß Dünstekoven. Für RWD bestritt er insgesamt 74 Spiele und erzielte dabei vier Tore. Der B-Lizenzinhaber war zudem drei Jahre lang als Spielertrainer beim SC Hürth-Kalscheuren (1997-2000, C bis A-Klasse) und von 2005 bis 2006 in der A-Klasse beim TUS Chlodwg Zülpich tätig.

 

Seit vergangenem Sommer agiert er in dem neu zusammengesetzten Vorstand von RWD und ist dort mit Unterstützung von Ralf Ellmer für den gesamten sportlichen Bereich zuständig. Beruflich ist Dirk bei der Firma Kettler als Key Account Manager tätig. Er betreut bundesweit Großkunden im Bereich Fitnessspezialisten und Internetanbieter für Sportgeräte und Zubehör. Zudem ist er auch für den Standort Luxemburg verantwortlich.



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