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„Wir sind bei Rot Weiß Dünstekoven auf einem guten Weg“

Den frühlingshaften Temperaturen zum Trotz ist im Fußballkreis Bonn zurzeit noch Winterpause. Im neu gewählten Vorstand von Rot-weiß Dünstekoven kann davon keine Rede sein. Das engagierte Team um Frontmann Harald Kuhring arbeitet durchgehend auf Hochtouren. Wir haben es trotzdem geschafft, den zweiten Vorsitzenden Udo Ellmer für ein ausführliches Interview zu gewinnen, welches wir in drei Teile aufgegliedert haben. Seinem Ruf als visionärer Mann der klaren Worte ist der Grünen-Anhänger dabei mal wieder vollauf gerecht geworden.

 

RWD: Seit Juli 2013 ist der neue Vorstand von Rot-Weiß Dünstekoven jetzt im Amt. Wie waren die ersten sechs Monate aus Deiner Sicht?

 

Udo Ellmer: Anstrengend. Wir hatten nicht mit diesem Umfang an Aufgaben und Arbeit gerechnet. Da wir den Vorstand ja neu organisieren wollten, mussten wir uns als Erstes die anstehenden Aufgaben genau ansehen und sortieren. Ich glaube aber, wir sind auf einem guten Weg. Die Arbeit verteilt sich nun auf mehrere Schultern, obwohl es hier noch ein paar Schultern mehr sein könnten.

 

RWD: Schildere doch bitte noch mal kurz, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass Du zweiter Vorsitzender wurdest. Der Verein stand im Sommer ja schon kurz vor dem Aus.

 

Udo Ellmer: Ja, es sah „damals“ wirklich nicht gut aus. Zwei Tage vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung stand nicht einmal ansatzweise ein Team zur Verfügung. Ich habe dann zusammen mit dem Lü (Dirk Lüssem) noch einmal diverse Leute angesprochen und ein Treffen in der Linde in Heimerzheim initiiert. Das war im Grunde genommen die Geburtsstunde des jetzigen Teams.

 

RWD: Gespräche wurden ja auch vorher schon einige geführt. Ohne wirklichen Erfolg. Warum hat an diesem Abend in letzter Minute dann doch plötzlich noch alles so wunderbar geklappt?

 

Udo Ellmer: Am Ende des Tages war es wohl die viel zitierte „Herzensangelegenheit“. Wir alle haben schon wesentlich bessere Zeiten in Dünstekoven erlebt und wollten den Verein nach über 50 Jahren nicht einfach so aufgeben. Die vielen schönen Erinnerungen galt und gilt es zu erhalten bzw. zu wiederholen. An diesem Abend kam nach zwei Stunden intensivem Gespräch dann eine positive Dynamik rein. Als die Runde gefragt wurde, wer sich vorstellen kann Aufgaben zu übernehmen, war die Resonanz größer als wir gedacht hatten.

 

RWD: Nach der ersten großen Euphorie bestimmt mittlerweile der Vereinsalltag das Geschehen. Macht es Euch trotzdem allen noch Spaß oder seid Ihr mit Euren Kräften schon am Ende?

 

Udo Ellmer: Nein, mit den Kräften sind wir nicht am Ende. Kräftezehrend sind auch nur die negativen Aufgaben, wie z.B. Einbrüche am Sportlerheim und die Zahlungsmoral einiger Mitglieder. Die positiven Aufgaben geben einem eher noch Kraft.

 

RWD: Ziehen wir mal eine erste kleine Bilanz. Worauf habt Ihr Euch in den ersten sechs Monaten konzentriert und was habt Ihr alles verändert oder auf den Weg gebracht?

 

Udo Ellmer: Wichtigste Aufgabe für einen Vorstand, der im Juli solch eine Aufgabe übernimmt, ist es, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Das haben wir gemeinsam mit den Jungs aus der Ersten geschafft. Dafür ein großer Dank an die Jungs um Trainer Peter Krämer. Dann haben wir uns an das Projekt „Naturrasenplatz“ gemacht, das könnte was Großes, Einzigartiges in Swisttal werden. Außerdem haben wir mit Hilfe der Alten Herren den Verkauf bei den Heimspielen wieder gestemmt und zusätzlich auch bei einigen Spielen der A- und B-Jugend die Bude aufgehabt, was bei Zuschauern und auch Spielern sehr gut angekommen ist.

 

„Rot Weiß Dünstekoven muss einen Tick grüner werden!“

RWD: Der von Euch offiziell gestellte Antrag auf einem Naturrasenplatz in Dünstekoven hat viele überrascht. Welche Überlegungen stecken genau dahinter?

 

Udo Ellmer: Mein persönliches Ziel ist es, den Verein attraktiv zu machen. Der Sportstättenbedarfsplan der Gemeinde konzentriert sich auf die drei Ortsteile Heimerzheim, Odendorf und Buschhoven. Dünstekoven wird da eher stiefmütterlich behandelt. Das hat mich vor zwei Jahren schon so gestört, dass ich mit dem Vorschlag, den Platz in einen Naturrasen umzuwandeln, an den damaligen Vorstand getreten bin. Ich war und bin davon überzeugt: Rot Weiß Dünstekoven muss einen Tick grüner werden ;-) Damals wollte keiner so richtig dieses Projekt angehen. Meiner Meinung nach müssen wir das aber tun, da der Verein sonst nicht mehr lange überleben würde.

 

RWD: Kannst Du das noch etwas genauer erläutern?

 

Udo Ellmer: Durch die „bessere“ Infrastruktur werden wir hoffentlich den ein oder anderen aus unseren starken Jahrgängen der A- und B-Jugend halten können und dadurch sportlich einen Schritt nach vorne machen. Machen wir uns nichts vor, auf Asche möchte niemand mehr spielen. Und da wir nicht für einen Kunstrasenplatz vorgesehen sind, gehen wir diesen Weg.

 

RWD: Ein Kunstrasenplatz wäre im Gegensatz zu Eurer Idee mit dem Naturrasenplatz wohl auch gar nicht finanzierbar, wie man hört. Wo liegen sonst die größten Unterschiede?

 

Udo Ellmer: Der größte Unterschied aus meiner Sicht ist sicherlich der Wohlfühlfaktor. Spiel mal im Sommer auf einem Plastikplatz, der den Schweiß der letzten Saison ausdünstet oder geh auf einem frisch gemähten Rasenplatz kicken, dann wirst du den größten Unterschied merken.

 

RWD: Wenn man sich andere Rasenplätze in der Umgebung ansieht, dann fällt einem schnell das Wort „Acker“ ein. Wie wollt Ihr sicherstellen, dass das satte Grün und damit der Wohlfühlfaktor trotz Witterung und vielfacher Nutzung dauerhaft erhalten bleiben?

 

Udo Ellmer: Wir werden bei der Gemeinde beantragen, den Platz selbst zu pflegen. Mit Ralf von der Stein haben wir einen Profi in den Reihen, der sicher einen Mann anlernen kann, der den Platz in einem sehr gutem Zustand hält. Aber auch hier sind wieder alle gefragt, jeder darf sich hier einbringen und jeder soll darauf achten, dass „unser“ Platz kein Acker wird.

 

„Freiwillige Helfer sind bei RWD jederzeit herzlich willkommen“

 

RWD: Welche konkreten Ziele hat sich der neue Vorstand außer dem Projekt „Naturrasenplatz“ sonst noch gesetzt?

 

Udo Ellmer: Sportlich möchten wir weiterhin eine erfolgreiche Jugendarbeit anbieten. Mit der Seniorenmannschaft möchten wir wieder in die C-Klasse, lieber noch in die B-Klasse aufsteigen. Unser nächstes Ziel ist es aber, den Naturrasenplatz genehmigt zu bekommen und diesen dann umzusetzen. Dann stehen noch Projekte wie SEPA-Umstellung, Kinderschutzkonzept und das Beachturnier an. Es wird nicht langweilig.

 

RWD: Das Beachturnier war ja immer ein großer Spaß für alle. Lässt sich das nach der langen Pause einfach so wiederaufleben oder muss man deutlich etwas verändern?

 

Udo Ellmer: Das Beachturnier war schon ein Aushängeschild für RWD. Doch war dies mit sehr viel Arbeit verbunden. Sinnvoll wäre es sicher, hierfür ein eigenes Team aufzustellen, das sich mit der Organisation und Durchführung beschäftigt. Wer Lust hat, uns hier zu unterstützen, darf sich sehr gerne bei uns melden.

 

RWD: Du hast nun mehrfach darauf hingewiesen, dass Ihr für jede Unterstützung abseits der Vorstandsarbeiten dankbar seid. Wer darf sich hier angesprochen fühlen?

 

Udo Ellmer: Alle Freunde und Mitglieder von RWD. Unser Ziel muss es sein, die Leute grundsätzlich mehr für ein Ehrenamt zu begeistern. In einer Mail an die Alten Herren (vor der Vorstandswahl) hatte ich mal geschrieben: "Ehrenamt tut nicht weh, Ehrenamt ist Ehrensache". Wenn wir hier noch fünf bis zehn Helfer bekommen, wäre das schon Spitze.

 

RWD: Wo besteht neben dem Beachturnier-Event sonst noch Bedarf?

 

Udo Ellmer: Gerade im Bereich Jugendtrainer/Betreuer brauchen wir Verstärkung. Mein Bruder (Ralf Ellmer) und ich versuchen derzeit ein Nachwuchstrainer-Team aufzustellen. Hier sollen Erwachsene, aber auch der Nachwuchs (B und A-Jugendliche) den jüngeren Nachwuchs trainieren. Es ist die Basis unseres Vereins, da müssen wir investieren, um vielleicht später bei den Senioren davon profitieren zu können. Außerdem brauchen wir generell bei unseren Veranstaltungen Hilfe. Zum einen in Form von Muskelkraft, zum anderen aber auch sonstige Unterstützung wie Kuchenspenden etc. Und dann natürlich, sobald das O.k. der Gemeinde für den neuen Platz kommt. Dann müssen wir ran – als Gemeinschaft!

 

RWD: Über die sportlichen Ziele werden wir noch im Detail mit dem „Sportdirektor“ Dirk Illgner reden. Deshalb nur eine kurze Einschätzung der aktuellen Lage bitte.

 

Udo Ellmer: Bei der Jugendabteilung läuft es recht gut. A-Jugend und B-Jugend spielen einen sehr guten Fußball. Bei E- und F-Jugend ist die Nachfrage riesig, das wird auch was. Die Seniorenmannschaft habe ich ja oben bereits beschrieben. Hier sollte es unser Ziel sein, möglichst viele aus B- und A-Jugend zu halten, dann sieht es gut aus für die nächsten 5 Jahre.

 

RWD: Vielen Dank für das offene Gespräch und die vielen interessanten Informationen. Wir werden zu gegebener Zeit wieder auf den Vorstand zukommen und nachhaken, ob die Ziele erreicht wurden und was Ihr sonst noch alles plant.

 

Udo Ellmer: Sehr gerne. Es freut uns, dass wir auf diese Weise viele unserer Mitglieder und Freunde erreichen und so jeder immer auf dem aktuellsten Stand rund um RWD ist. Im Bereich des Sportlichen gilt das dank Facebook und der RWD-Homepage ja ohnehin. Die Pressearbeit sucht ihresgleichen im Fußballkreis Bonn. Dafür auch vom Vorstand ein großes Dankeschön!


Udo Ellmer Bild 2Udo Ellmer (45) lebt mit seiner Frau Sonja und den beiden Kindern Maximilian (10) und Johanna (7) in Heimerzheim, spielt aber bereits seit 1990 für Rot-Weiß Dünstekoven (RWD). Nach dem Ende seiner glorreichen Karriere in den Bonner Kreisligen ist er nun schon seit einigen Jahren bei den Alten Herren von RWD aktiv. Seit Mitte des vergangenen Jahres bekleidet der ansonsten auch fußballerisch eher „grün gefärbte“ Rheinländer zudem noch das Amt des zweiten Vorsitzenden im neu zusammengesetzten Vorstand der Rot-Weißen aus Dünstekoven. Abseits des Sports arbeitet der nie um eine Antwort verlegene Informatiker bei TNT Express in Troisdorf und ist zudem als Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Gemeinde Swisttal auch politisch sehr engagiert.


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