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Juli 2019
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B-Jugend feiert nach „Endspiel“-Sieg die Meisterschaft

Es ist vollbracht! Mit einem Erfolg beim direkten Verfolger aus Vorgebirge haben unsere B-Junioren am letzten Spieltag verdientermaßen den Titel gewonnen. In den 18 Saisonspielen gelangen dem Team von Erfolgstrainer Michael „Riese“ Weiß 15 Siege und zwei Unentschieden. Nur bei einer einzigen Partie verließ man den Platz als Verlierer. Am Ende betrug der Vorsprung vor dem Tabellenzweiten aus Volmershoven drei Punkte. Der Konkurrent aus Vorgebirge landete mit vier Zählern Rückstand auf dem vierten Rang. Nach einer kurzen Ruhepause steht für die Jungs nun die Qualifikationsrunde zur Sondergruppe an, worüber wir hier natürlich auch wieder berichten werden.

 

B-Jugend-Meister-2014-1

 

Letzte Konzentration und Anweisungen

 

Zum Spitzenspiel am Samstagnachmittag auf dem Kunstrasenplatz in Waldorf waren zahlreiche Fans von Rot-Weiß Dünstekoven angereist, um ihre Mannschaft bei diesem wichtigen Match zu unterstützen. Nach einem von beiden Seiten sehr nervösen Beginn stand aber erst einmal Schiedsrichter Ernst Cremer im Mittelpunkt des Geschehens. Der gute Mann hatte freundlich formuliert wohl nicht seinen allerbesten Tag erwischt und ließ gerade den Gastgebern viele unnötig harte Aktionen durchgehen. Das erkennbare Ziel der Heimmannschaft, den spielerisch überlegenen Gästen durch zum Teil wirklich klar übertriebene Härte den Schneid abzukaufen, ging allerdings nicht auf. Stattdessen legte Dünstekoven seine Nervosität zunehmend ab und ging durch den Ein-Mann-Sturm Kirill Friesen verdient in Führung. Zum Ende der ersten Halbzeit gelang RWD mit einem Doppelschlag dann bereits die vermeintliche Vorentscheidung. Zunächst markierte Maurice Dücker nach einer schönen Kombination mit einem fulminanten Fernschuss das 2:0, bevor Kopfballungeheuer Tom Melchior kurz vor dem Pausenpfiff zum 3:0 einnickte. Während Vorgebirge mit hängenden Köpfen vom Platz schlich, wähnte sich ganz Dünstekoven bereits am Ziel aller Träume.

 

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Es klingelt: Kirill Friesen köpft den Ball zur 1:0-Führung ein

 

Dass es in der zweiten Hälfte doch noch einmal richtig eng werden sollte, lag zum einen an den teils gezwungenermaßen durchgeführten Wechseln und zum anderen an dem unmittelbar nach Wiederanpfiff erzielten Anschlusstor der Heimmannschaft. Die hatte dadurch noch einmal Blut geleckt und setzte nun alles auf eine Karte. Die stürmischen Angriffsbemühungen wurden dann auch belohnt, nachdem ein Freistoß aus aussichtsreicher Position an der lediglich aus drei Mann bestehenden RWD-Mauer vorbei zum 2:3 ins Tor flog. Spätestens jetzt hatte sich die Stimmung unter Fans und Spielern komplett gedreht. Vorgebirge witterte seine Chance und Dünstekoven erstarrte in der Angst, den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand geben zu müssen. Negativ auf das Spiel von RWD wirkte sich aus, dass vorne kaum noch Bälle gehalten werden konnten. Die Mannschaft ließ sich weit in die eigene Hälfte drängen, spielte hinten teilweise mit einer starren 6er-Kette und kam dadurch kaum noch zu Entlastungsangriffen. Vor allem Niklas Melchior erwies sich in dieser Phase hinten als umsichtiger und kopfballstarker Turm in der Schlacht. Gleichzeitig fehlte aber seine Präsenz, Ruhe und Kreativität im fast komplett verwaisten Mittelfeld.

 

Erst als der zur Halbzeit und damit wohl etwas zu früh ausgewechselte Kirill Friesen zurück ins Spiel kam und nun nicht mehr jeder abgewehrte Ball umgehend zurück in Richtung RWD-Tor flog, beruhigte sich die Situation wieder etwas. Eine der wenigen Offensivaktionen der Dünstekovener in der zweiten Halbzeit sorgte dann für die endgültige Entscheidung. Torjäger Tobias Grottker gelang mit einem schönen direktverwandelten Freistoß das viel umjubelte 4:2. Danach war bei Vorgebirge die Luft raus und der Gastgeber ergab sich dem nun besiegelten Schicksal. Bis zum Schlusspfiff passierte nicht mehr allzu viel. Was folgte war eine große Erleichterung und die obligatorische Sektdusche für den bei seinem Fluchtversuch erschreckend langsamen Trainer, der dafür aber mit einer aus dem Hut gezauberten Original-Kopie der Meisterschale positiv überraschte. Unter großem Beifall bedankte sich das Team mit einer Welle bei den mitgereisten Fans, um danach bis in die Abendstunden hinein in Dünstekoven mit A-Jugend, Seniorenmannschaft und Vorstand den Titel zu feiern. Schließlich hatte der Trainer die Sperrstunde nach diesem Sieg offiziell aufgehoben.

 

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Verdienter Meister: Die B-Jugend von RWD kurz nach dem Spiel



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